Ein Haus mit Keller. Meine Familiengeschichte aus Tschetschenien

Milana Mazaeva

Die Invasion der Ukraine ist nicht Wladimir Putins erster groß angelegter Krieg. Vor 25 Jahren war er der lauteste Befürworter eines Militäreinsatzes in Tschetschenien, einer Republik im Nordkaukasus, angeblich, um den Terrorismus zu bekämpfen. Kurz darauf wurde Putin zum Präsidenten gewählt. So erwiesen sich die Ereignisse in Tschetschenien als Schlüsselfaktor der zeitgenössischen russischen Geschichte – nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal. Zuvor hatte es eine gewaltsame Kolonisierung Tschetscheniens gegeben, von Stalin angeordnete Massendeportationen und den Unabhängigkeitskrieg; danach folgten die Ermordung von Aktivisten und Journalisten sowie massenhafte Menschenrechtsverletzungen unter dem Vorwand, die vom Kreml benötigte „Stabilität“ zu wahren.

Milana Mazaeva wurde Anfang der 1980er Jahre in Grosny, Tschetschenische Republik, geboren. Ihre Familiengeschichte ist durchdrungen von den Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die Kolonialverwaltung dem Nordkaukasus zufügte. Ihre Großeltern wurden zu Stalins Zeiten deportiert, ihre Eltern von beiden Kriegen in der Region getroffen, und sie selbst erlebte Tschetscheniens dramatische Verwandlung von einer sowjetischen Republik vielfältiger Nationalitäten in eine von der russischen Armee zerstörte Region, in der das Scharia-Recht eingeführt wurde. Als zutiefst persönlicher Bericht über die turbulenten Ereignisse der letzten 80 Jahre in Tschetschenien eröffnet dieses Buch eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte einer kleinen Republik, die immer wieder das Schicksal eben jenes Landes zu bestimmen scheint, das sie zu unterwerfen versucht: Russland.

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GENRE

Sachbuch, feministisches Schreiben

STATUS

Vollständiger Text wird im August 2025 geliefert

LESEPROBEN

Leseprobe ab Juli 2025 verfügbar

RECHTE

Rechte für alle Sprachen verfügbar

AUTOR

Milana Mazaeva ist Reporterin der New York Times mit Erfahrung in der Berichterstattung über Politik, Menschenrechte und aktuelle Ereignisse in Tschetschenien und in Russland allgemein. In Tschetschenien geboren, erlebte Mazaeva beide Tschetschenienkriege und arbeitete für die größten unabhängigen russischen Medien wie TV Rain und den Russischen Dienst der BBC sowie als freie Autorin und Fixerin für ausländische Journalisten in Tschetschenien. Seit 2022 arbeitet Mazaeva bei der New York Times. Sie gehörte zu dem Redaktionsteam, das 2023 für seine Recherche zum Krieg in der Ukraine einen Pulitzer-Preis und einen Emmy gewann.