Geraubte Identität: Wie Russland der Ukraine Kunst stiehlt

Yegor Mostovshikov

Seit jeher wird Russland von Experten als „schwarzes Loch der Kunstverbrechen“ beschrieben. Seit den frühen 1990er Jahren sind die postsowjetischen Länder übersät mit Fälschungen, Kunstobjekten mit gefälschter Provenienz und geraubten Artefakten, die auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Menschen aus der Branche wussten: Tauchte ein Gemälde, eine Skulptur oder ein Artefakt in Russland auf, gab es fast keine Chance, es zurückzuerlangen.

Seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine 2022 ist diese Lage zur Katastrophe eskaliert. Die Plünderung, eine Kriegspraxis, die bis in die Antike zurückreicht, hat gewaltig zugenommen. Über 480.000 Objekte, von antikem skythischem Gold bis zu zeitgenössischer Kunst, wurden gestohlen oder zerstört und verheeren die kulturelle Identität der Ukraine. Allein in Cherson wurden unter russischer staatlicher Anleitung 15.000 Objekte geplündert. Manche tauchen auf russischen und globalen Schwarzmärkten auf, manche werden heimlich in staatlichen Museen verwahrt, manche unter großem Aufhebens offen ausgestellt, und manche erscheinen sogar auf eBay. Trotz weltweiter Bemühungen, den illegalen Kunsthandel einzudämmen, bleibt die Nachfrage hoch.

In seinem Buch, das auf umfangreicher historischer Recherche und Interviews mit Opfern, Experten und Ermittlern beruht, eröffnet Yegor Mostovshikov eine unerwartete, aber wichtige Perspektive auf Putins Krieg gegen die Ukraine. Dies ist ein klassisches True-Crime-Sachbuch, das sich wie ein Roman liest – doch der Leser kann nur hoffen, dass die Täter am Ende bestraft werden.

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GENRE

Investigatives Sachbuch, True Crime

STATUS

Vollständiger Text wird bis Ende 2025 geliefert

LESEPROBEN

Leseprobe ab September 2025 verfügbar

RECHTE

Verfügbar in allen Sprachen und Territorien

AUTOR

Yegor Mostovshikov ist Reporter, Redakteur, narrativer Therapeut und Produzent. Er war einer der Pioniere des erzählenden journalistischen Sachbuchs in Russland und schrieb Reportagen für GQ, Esquire, Afisha und andere angesehene Publikationen. In den 2010er Jahren gründete er „Batenka, da wy transformer“, ein unabhängiges Medium, das Langformgeschichten und narrative Podcasts produzierte und unter der russischen Jugend sehr beliebt war. Mostovshikov recherchierte mehrere Jahre als Reporter zu Kunstverbrechen. Mit der Zeit baute er ein Netzwerk von Quellen in der russischen und internationalen Welt der Kunstkriminalität auf und pflegte es – darunter Ermittler, Polizisten, Kunsthändler und Museumsmitarbeiter. Er dürfte der am besten gerüstete russische Journalist sein, um eine solche Geschichte zu erzählen.