Gestohlene Jugend. Wie Russland ukrainische Kinder entführt – und wie die Ukrainer sie zurückholen

Svyatoslav Khomenko, Nina Nazarova

Im März 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof in einer beispiellosen Entscheidung einen Haftbefehl gegen Wladimir Putin und schloss den russischen Präsidenten damit faktisch von der westlichen Politik aus. Neben Putin wurde eine weit weniger bekannte Figur angeklagt: Marija Lwowa-Belowa, die russische Kinderrechtsbeauftragte. Beiden wurde die widerrechtliche Deportation ukrainischer Kinder nach Russland zur Last gelegt. Mit dieser aufsehenerregenden Entscheidung rückte einer der heikelsten und umstrittensten Nebenschauplätze des russischen Krieges gegen die Ukraine in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit.

„Gestohlene Jugend“ verwebt erschütternde persönliche Geschichten mit dem größeren gesellschaftlichen und politischen Kontext und stützt sich sowohl auf exklusiv von den Autoren beschafftes Material als auch auf Daten internationaler Ermittlerteams. Das Buch zeichnet ein vollständiges Bild des russischen Plans, (mindestens) Tausende ukrainischer Kinder zu deportieren und ihre nationale und kulturelle Identität gewaltsam zu verändern, erzählt aber auch Geschichten großen Widerstands und großer Entschlossenheit, den die Kinder selbst sowie ihre Eltern und Vormunde zeigten, die ihr Leben riskierten, um sie nach Hause zurückzuholen. Das Buch fügt viele herzzerreißende, ermutigende und empörende persönliche Geschichten zu einer prägnanten Erzählung zusammen und liefert erstmals eine umfassende Darstellung des russischen Entführungssystems sowie der systemischen und individuellen Versuche, es zu durchkreuzen.

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GENRE

Sachbuch, Recherche, persönliche Geschichten

STATUS

Vollständiger Text wird im August 2025 geliefert

LESEPROBEN

Leseprobe ab Juni 2025 verfügbar

RECHTE

Verfügbar für alle Sprachen

AUTOR

EN

Svyatoslav Khomenko und Nina Nazarova sind Sonderkorrespondenten von BBC News. Nazarova arbeitet seit acht Jahren bei der BBC und hat preisgekrönte Reportagen über Frauen- und Sozialthemen in Russland verfasst. Früher in Moskau ansässig, arbeitet sie heute von Riga aus und berichtet über den Krieg und dessen Auswirkungen auf die russische Gesellschaft. Khomenko ist einer der führenden BBC-Korrespondenten in der Ukraine. Nach Beginn der groß angelegten russischen Invasion setzte er seine Arbeit im Land fort, berichtete aus Kiew, Lwiw und den östlichen Regionen und befasste sich mit Themen so unterschiedlich wie der ukrainischen Politik und den Opfern russischer Kriegsverbrechen.

Sowohl Nazarova als auch Khomenko verfolgen die Entführungen ukrainischer Kinder nach Russland und berichten seit Frühjahr 2022 darüber.

Dieses Buch ist eine einzigartige Zusammenarbeit zweier brillanter Journalisten aus Russland und der Ukraine, die eines der schmerzhaftesten, komplexesten und wichtigsten Themen dieses Krieges bis ins Detail kennen.