Das konservative Netz. Russlands weltweiter Krieg gegen die Rechte von LGBTQ+

Sasha Kazantseva

Seit 2024 ist es in Russland eine Straftat, offen schwul, lesbisch, queer oder transgeschlechtlich zu sein. Die Regierung hat die „LGBT-Bewegung“ zur „extremistischen Organisation“ erklärt, und jede Verbindung zu ihr, einschließlich eines alten Regenbogenbildes auf Instagram, kann zu einer Gefängnisstrafe führen. Die Geschlechtsangleichung wurde per Gesetz vollständig verboten; transgeschlechtliche Menschen fürchten sich davor, für eine einfache ärztliche Untersuchung zum Arzt zu gehen, weil sie bei der Polizei angezeigt werden könnten. Darüber hinaus finanzieren und unterstützen russische Akteure Anti-LGBTQ-Bewegungen in Ländern auf der ganzen Welt, von Uganda bis Polen, um die Agenda des Kremls von den „traditionellen Werten“ zu fördern. Dies ist ein weiterer Krieg Putins, und obwohl er nicht mit Bomben und Panzern, sondern mit Ideen und Geld geführt wird, hat er dennoch reale Opfer und verheerende Folgen.

Warum tut der Kreml das? Mit welchen Mitteln bringt er Menschen dazu, an seine Werte von Hass und Ungleichheit zu glauben? Und wie überleben LGBTQ-Menschen in Putins Russland, indem sie ihre Gemeinschaften im Untergrund aufbauen? In ihrem Buch zeigt Sasha Kazantseva, eine der führenden russischen Autorinnen und Forscherinnen zu Genderfragen, die Wurzeln von Putins Anti-LGBTQ-Agenda, verfolgt ihren Einfluss in Russland wie weltweit (in postsowjetischen Ländern, Europa, Afrika, Südamerika) und erzählt persönliche Geschichten von Menschen, die unter dieser diskriminierenden Politik leiden, und von Menschen, die sie bekämpfen. Mithilfe ausführlicher Interviews mit LGBTQ-Menschen und Aktivisten, öffentlich zugänglicher Daten und umfangreicher Recherche will Kazantseva eine fesselnde und bewegende Erzählung schaffen, die ein vollständiges Bild der russischen Aggression gegen die Freiheit von Geschlecht und Sexualität zeichnet und zeigt, dass die Folgen dieser Aggression nicht nur Menschen im Land treffen, sondern weltweit spürbar sind.

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GENRE

Sachbuch, LGBTQ+-Geschichten, investigativer Journalismus

STATUS

Vollständiger Text wird im Mai 2025 geliefert

LESEPROBEN

Leseprobe ab Februar 2025 verfügbar

RECHTE

Verfügbar in allen Sprachen und Territorien

AUTOR

Sasha Kazantseva war eine der ersten Autorinnen in Russland, die wegen „LGBTQ-Propaganda“ als ausländische Agentin gebrandmarkt wurde. Als Gründerin des größten russischen LGBTQ-Mediums Otkrytye (O-Zine) und eines populären Blogs schreibt sie seit vielen Jahren über LGBTQ-Themen; ihre Geschichten und Beiträge erreichten Millionen Aufrufe. Ihre Arbeiten erschienen beim britischen Verlag Penguin Books und beim französischen Verlag Les Petits Matins; in Russland veröffentlichte sie ein inklusives Sexualaufklärungsbuch, „Der Sex an sich“. Gemeinsam mit der Trans-Organisation „T-Action“ veröffentlichte Sasha den Medienleitfaden „Wie man über Transgeschlechtlichkeit schreibt, ohne es zu vermasseln“, den alle unabhängigen russischsprachigen Medien nutzen. Heute arbeitet sie als Gründerin von Selfanu, einem Projekt für LGBTQ-Jugendliche, als Redakteurin von OMGYES, einem international renommierten Sexualaufklärungsprojekt, und als UNESCO-Beraterin für LGBTQ-Fragen.